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Der
Handjass
Der Handjass, auch
«Putz» oder «Putzer» genannt, lässt sich mit vier, drei oder zwei
Teilnehmern spielen.
Der Handjass mit
vier Spielern
Der Spielgeber gibt
jedem Mitspieler neun Karten. Die unterste Karte - der «Ablupf»
- ist Trumpf und kann nicht geraubt werden. Es gilt der kleine Weis.
«Vorhand» erklärt, ob er mitmacht oder nicht, dann der zweite Spieler
usw. Es wird auf eine bestimmte Anzahl Striche, nämlich auf 5, 7
oder 9 ausgemacht. Die beiden Spieler, die pro Runde am meisten
Punkte erzielt haben, erhalten je einen Strich auf der Tafel. Wer
die vereinbarte Strichzahl erreicht hat, hat gewonnen und scheidet
aus. Dann der Zweite, und so fort. Wer keine 21 Punkte im Spiel
schafft, fällt herunter und bekommt eine Null (Härdöpfel), die als
Minusstrich zählt. Zum Streichen einer Null braucht man also wieder
einen Strich. Spielt nur ein einziger Spieler von Vieren, so bekommt
der Glückliche zwei Striche. Spielen zwei und einer der beiden fällt
herunter, so bekommt der andere ebenfalls zwei Striche.
Der
Handjass mit drei Spielern
Ist der vierte Spieler
ausgeschieden, oder spielen von Anfang an nur drei, erhält jeder
Teilnehmer gleichwohl 9 Karten, und die restlichen 9 bilden den
«Stock» oder den «Blinden». Die oberste Karte des «Blinden» wird
umgeschlagen und ist Trumpf. «Vorhand» erklärt zuerst, ob er mitspielt.
Er hat das Recht, seine Karten gegen den «Blinden» auszutauschen.
Verzichtet «Vorhand» auf den Umtausch, so hat der folgende Spieler
dieses Recht. Wer den «Blinden» genommen hat, ist verpflichtet mitzuspielen!
Nachdem alle Beteiligten erklärt haben, ob sie mitspielen oder nicht,
darf die Trumpfkarte des Stockes mit dem Trumpf-Sechser ausgetauscht
(geraubt) werden. Die Striche werden genau so verteilt, wie dies
beim Handjass mit vier Spielern erklärt wurde.
Der
Handjass mit zwei Spielern
Haben zwei Spieler
die Strichzahl erreicht oder spielen von Anfang an Oberhaupt nur
zwei, so werden trotzdem 3x9 Karten verteilt. Der mittlere Neunerhaufen
ist der «Blinde», der übrige Rest ist der «Stock». Die oberste Karte
des «Stockes» wird gekehrt und offen aufgelegt; sie ist Trumpf.
Sie kann mit dem Trumpf-Sechser ausgetauscht (geraubt) werden. Das
Rauben muss vor dem Ausspielen der ersten Karte erfolgen. Die unterste
Karte des Stockes darf von beiden Spielpartnern eingesehen werden.
«Vorhand», beziehungsweise der zweite Spieler, darf den «Blinden»
gegen seine eigenen Karten austauschen. Wer am meisten Punkte erreicht,
schreibt auf der Tafel einen Strich; wer die notwendigen 21 Punkte
nicht schafft, erhält eine Null. Wer zuerst die vereinbarte Strichzahl
erreicht hat, hat gewonnen.
Beim Vierer - Handjass
ist der Verlierer der erste Spielgeber. Beim Dreier- oder Zweier
- Handjass ist der Verlierer «Vorhand».
Handjass
mit «Bessern»
Bei 4 Teilnehmern spielt
sich dieser Jass völlig gleich wie der gewöhnliche Handjass ohne
die «Bessern».
Bei 3 Spielern
erhält jeder Teilnehmer 3 x 3 Karten. Die 9. Karte des Spielgebers
(Ablupf) ist Trumpf. Von den restlichen 9 Karten erhält jeder Partner
nochmals 3 Karten separat auf den Tisch, die aber nicht eingesehen
werden dürfen. Nur dem Spielgeber ist es erlaubt, gleichzeitig alle
12 Karten aufzunehmen und erst dann 3 abzulegen. Er darf also auch
die 3 «Bessern» besichtigen. Die restlichen Spieler ihrerseits können
alsdann 3 beliebige Karten ablegen und dafür die 3 «Bessern» aufnehmen.
Sie können aber auch auf den Austausch verzichten. Wer seinen Verzicht
vorher ausdrücklich angesagt hat, darf die 3 «Bessern» einsehen.
Ein Spieler kann die ausgetauschten Karten oder die verschmähten
«Bessern» eines Partners nicht für sich beanspruchen. Wer den Austausch
der Karten nicht ordnungsgemäss vornimmt, scheidet für das betreffende
Spiel aus.
Bei 2 Spielern
erhält jeder Teilnehmer 3x3 Karten. Die 19. Karte wird gekehrt und
ist Trumpf. Jeder Partner erhält zusätzlich 3 «Bessere» zugeteilt.
Der Rest der Karten bildet den «Stock». Die übrigen Vorschriften
und Regeln sind gleich wie beim gewöhnlichen Handjass.
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