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«Pandur»
Der «Pandur» ist ein
Jass, dem man wohl in jeder Ecke unseres Ländchens begegnen kann.
Ganz allgemein ist er als «scharfer» Jass bekannt, das heisst, jegliches
- auch das geringste Vergehen gegen die Regeln wird scharf geahndet
und bestraft. Der «Pandur» lässt sich mit vier, drei oder auch nur
zwei Teilnehmern spielen. Bevor die Karten gemischt und ausgegeben
werden, sind die kleinen Werte, das heisst der Sechser, der Siebner
und der Achter von jeder Farbe auszuscheiden. Das Spiel zählt also
nur 24 Karten.
«Pandur»
für vier Spieler
Der
Spielgeber nimmt nicht aktiv am Spiel teil, er kann aber «erben»,
das heisst, er ist Teilhaber beim Gewinn oder Verlust der andern.
Er verteilt seinen drei Partnern je zweimal 4 Karten, Spielvarianten
gibt es folgende:
1. «Pandur» mit Trumpf:
Kartenpunkte 300, Schreibpunkte 6
2. «Pandur» ohne Trumpf:
Kartenpunkte 250, Schreibpunkte 5
3. «Misère» mit Trumpf:
Kartenpunkte 200, Schreibpunkte 4
4. «Misère» ohne Trumpf:
Kartenpunkte 200, Schreibpunkte 4
5. Kartenpunkte plus Weis: Mindestangebot
100, Schreibpunkte 2
«Misère» mit Trumpf
ist besser als 200 Kartenpunkte. «Pandur» ohne Trumpf ist besser
als 250 Kartenpunkte. Wie bereits erwähnt, beträgt das Mindestangebot
100 Punkte. Zusätzliche 50 Punkte ergeben je einen weiteren Schreibpunkt.
Nach vorheriger Abmachung kann « Misère» ohne Trumpf auch nur mit
drei Punkten gerechnet werden.
So wird gespielt
«Vorhand» bietet an,
zum Beispiel 120 Punkte. Der folgende Partner macht ein Angebot
von 150 Punkten. Der dritte «passt». «Vorhand» darf nun - im Gegensatz
zum «Schlager» - das Kartenangebot nochmals steigern, zum Beispiel
auf 180 Punkte. Den Vorrang bestimmt die Reihenfolge, wie oben in
den Spielvarianten angegeben. Hat der Spielhalter «Misère» mit Trumpf
geboten, und er hat zwei Trümpfe in den Händen, so darf er untertrumpfen,
sofern er nicht «farben» kann.
So wird geschrieben
Die Endpunktzahl beträgt
je nach Abmachung 11, 15, 17 oder 21 Punkte. Wer diese Punktzahl
erreicht hat, scheidet aus. Wird der «Pandur» von vier Spielern
gespielt, und es fehlen dem Spielgeber zur Erreichung der Endpunktzahl
nur noch zwei Punkte, so kann er nicht «erben». Er muss diese beiden
Punkte aktiv verdienen.
Es gilt der kleine
Weis, aber vier Nell sind gültig und zählen wie üblich 150 Punkte.
Erreicht der Spielhalter sein gemachtes Angebot, so schreibt er
für sich die entsprechenden Punkte, und der Spielgeber kann ebensoviel
«erben». Erreicht er das Angebot nicht, so können seine Gegner -
inklusive Spielgeber - diese Punkte für sich notieren.
«Pandur»
für drei Spieler
Der Spielgeber spielt
mit, er kann nicht «erben». Sonst gelten die gleichen Regeln wie
beim «Pandur» zu vierte.
«Pandur»
für zwei Spieler
Jeder Spieler erhält
zweimal 4 Karten. Die restlichen acht Karten bilden den «Stock»
und müssen, mit Bild nach unten, auf den Tisch gelegt werden. Die
unterste Karte darf nicht eingesehen werden.
Bei Beginn einer neuen
Partie ist der Verlierer «Vorhand».
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