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Der
Schmaus
Der Schmaus
kann nur von zwei Spielern gespielt werden. Der Spielverteiler gibt
seinem Partner und sich dreimal drei Karten. Die restlichen Karten
bilden den Stock, von dem die oberste Trumpf ist. Der Trumpf kann
bis zum Aufnehmen der zweitletzten Karte mit dem Trumpf-Sechser
geraubt werden. Die unterste Karte des Stockes darf keiner der Spieler
einsehen.
Beim Schmaus
gilt der Weis bis 300. Vier Nell können nicht gewiesen werden. Vier
Asse, vier Könige, vier Ober und vier Banner gelten in der genannten
Wertskala als Hunderter. Vier Bauern zählen 200 Punkte. Man darf
nur «aufwärts» weisen. Hat Spieler A zu Beginn Fünfzig vom Rosen-Neun,
so kann er bei Ausgabe der ersten Karte ein Dreiblatt von Rosen-Acht
meiden, bei der zweiten Ausgabe ein Dreiblatt von Rosen- Neun und
erst bei Ausgabe der dritten Karte die ganzen Fünfzig. Verboten
ist das Weisen von oben nach unten, nämlich zuerst von Rosen-Neun
und dann von Rosen-Acht oder auch zuerst Fünfzig und dann erst Dreiblatt
von Neun. Stets aber darf ein höherer Weis von einer «kleineren»
Karte gemeldet werden. Beispiel: Nach Dreiblatt von Eicheln - As
darf man nachher Fünfzig von Eicheln - König weisen.
Falls beide
Spieler einen Weis von gleicher Höhe ansagen, darf der Erstweisende
nicht mehr korrigieren, um die Gültigkeit des Weises zu erzwingen.
Dieses Verbot ist übrigens bereits in den allgemeinen Weisregeln
eingeschlossen.
Wie
der Schmaus gespielt wird
Nachdem die
Karten vom Spielgeber verteilt sind, hat der Partner eine Karte
auszuspielen und offen auf den Tisch zu legen. Der Spielgeber zieht
ebenfalls eine Karte und spielt sie aus, indem er sie auf die Karte
seines Partners legt. Derjenige, dem der Stich gehört, nimmt aus
dem Stock als erster wieder verdeckt - also für den Partner nicht
erkennbar - eine neue Karte auf, dann folgt der Partner. So haben
beide Spieler, bis der Stock aufgebraucht ist, stets neun Karten
in ihren Händen. Derjenige, der den Stich gemacht und die neue Karte
eingereiht hat, spielt nun eine Karte aus. Beim Ausspielen der Karten
werden auch eventuell vorhandene und sich neu ergebende Weise gemeldet.
Solange noch
Karten im Stock liegen, müssen im Gegensatz zu den normalen Jassregeln
weder Farbe noch Trumpf - sofern der Gegner einen solchen zieht
- gespielt werden. Sobald aber der Stock aufgebraucht ist, muss
man mit Ausnahme des Trumpfbauers Farbe halten. Ist dies nicht möglich,
muss mit Trumpf gestochen werden. Eine weitere, entscheidende Regel
beim Schmaus: Ist der Stock aufgebraucht, kann bei der darauf folgenden
Kartenausgabe zum letztenmal gewiesen werden. Ist aus Versehen beim
Ergänzen der Karten aus dem Stock ein Fehler passiert (keine oder
zwei Karten), so wird das Spiel, nicht aber die Partie annulliert.
Die
Kunst beim Schmaus ...
besteht darin,
möglichst diejenigen Karten aufzunehmen, beziehungsweise abzuspielen,
die gut zählende Weise oder nach Verbrauch des Stocks ein ertragreiches
Endspiel ergeben. Es ist auch nicht nebensächlich, ob eine vom Gegner
ausgegebene Karte gestochen werden soll oder nicht, da dadurch die
Reihenfolge der Kartenaufnahme vom Stock bestimmt wird.
Klugerweise
wird man sich von Spielbeginn an auf jene Karten konzentrieren,
die aufgrund gedanklicher Kombinationen die besten Weismöglichkeiten
ergeben. Die andern Karten sollen abgespielt werden. Der listige
Spieler wird die grossen Weise so aufsparen, dass der Gegner zum
Schluss noch abgewiesen werden kann. Beispiel: Hat er Zweihundert
(vier Bauern), wird er diese nicht vorzeitig verraten, da vielleicht
der Gegner seinerseits auch noch auf einen Bauer für seinen eigenen
Weis aspiriert. Oft ist es auch vorteilhaft, mit Trumpf abzustechen,
um möglichst viele Weis-Chancen intakt zu halten. Immer aber ist
dabei zu achten, dass man, wenn der Stock aufgebracht ist, mit Trumpf
oder entsprechenden Handkarten mindestens einen Stich machen kann,
damit der Gegner nicht zu einem Match gelangt.
Wie
der Schmaus geschrieben wird
Jeder Weis
wird nach dem betreffenden Stich sofort notiert. Nach dem Kehren
des folgenden Spieles darf der Weis nicht mehr geschrieben werden.
Ist das ganze Spiel zu Ende, werden die Karten gezählt und die Punkte
notiert. Macht ein Spieler nach dem Verbrauch des Stockes sämtliche
Spiele, so schreibt er den Match, das heisst 100 Punkte extra. Der
Schmaus wird auf 1‘000 oder 1‘200 Punkte gespielt. Für die neue
Partie werden die Karten vom Gewinner frisch gegeben.
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