| Jasslehrgang |
| Die
Jassrunde |
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Die
eigentliche Jassrunde
Die Karten
werden nach dem Abheben von rechts nach links («gegen den Uhrzeiger»)
verteilt. Sie werden am besten in die linke Hand genommen, fächerartig
ausgebreitet und gleichzeitig - um die Übersicht zu erleichtern
- der Farbe nach geordnet. Die Karten sollen nahe am Körper gehalten
werden, damit weder Partner noch Gegner einen Blick darauf werfen
können. Jeder Spieler versucht, für sich allein oder zusammen mit
seinem Partner möglichst viele zählende Karten zu gewinnen, um als
erster die Gewinnpunktgrenze zu erreichen. Der rechts vom Gebenden
sitzende Spieler zieht eine Karte aus seinem «Fächer» und legt sie
offen auf die Tischmitte. Der Zweite legt die nächste Karte darauf,
dann der Dritte und so fort. Zuletzt ist der Spielgebende an der
Reihe. Normalerweise gilt das Prinzip des « Farbhaltens », das heisst,
wenn eine Rose gespielt wurde, müssen die folgenden Spieler ebenfalls
je eine Rosenkarte angeben, sofern sie eine solche besitzen. Trifft
dies nicht zu, kann eine beliebige Karte gespielt werden.
Derjenige
Spieler, der die höchste Rangfarbe (Reihenfolge As, König, Ober,
Under, Banner, 9, 8, 7, 6) ausgespielt hat, macht den Stich. Er
nimmt die Karten zu sich und legt sie gedeckt (Farben nach unten)
auf den Tisch. Nun nimmt der Stechende seinerseits eine neue Karte
aus dem Fächer und spielt sie in der geschilderten Weise aus; und
so geht die Runde weiter, bis die Karten im Fächer aufgebraucht
sind. Alsdann, wenn die Runde fertig gespielt ist, werden die Karten
parteiweise gezählt und die entsprechende Punktzahl auf der Tafel
notiert. Es folgt die nächste Runde: jener Spieler, der rechts vom
vorher Gebenden sitzt, mischt die Karten und teilt sie neu aus.
Die Spielrunden wiederholen sich solange, bis eine der Parteien
die nötige (festgesetzte) Punktzahl erreicht hat und sich bedanken
kann. Wird mit Trumpf gespielt, so kann damit jederzeit eine beliebige
Karte gestochen werden, auch wenn der Stechende - um das oben zitierte
Beispiel zu gebrauchen - noch eine Rose besitzt. Wird aber als erste
Karte Trumpf gespielt, so gilt wiederum das Prinzip des Farbhaltens
mit Ausnahme des Trumpfbauers (ranghöchste Karte!), der nicht verpflichtet
ist zu stechen.
Natürlich
steht es jedem Spieler frei, zu stechen oder nicht zu stechen, solange
er reglementsgemäss handelt. Er will ja das Maximum an zählenden
Karten erzielen. Und das ist eines der «Geheimnisse» des Jassensl
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